Über 100 000 Euro Schaden bei Feuer
Ottersberg (jme). Ein Wohn- und Geschäftshaus in Ottersberg ist am Mittwochvormittag durch ein Feuer erheblich beschädigt worden. Eine im Dachgeschoss befindliche Wohnung brannte komplett aus, sechs weitere Wohnungen und die Geschäftsräume eines im Erdgeschoss befindlichen Innenausstatters wurden durch Rauchentwicklung und Löscharbeiten erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Die Ursache des Brandes ist noch unklar, der Schaden dürfte nach ersten Schätzungen über 100 000 Euro liegen.
|
Der massive Löschangriff zeigte schnell Wirkung (Foto: KFV/Köster).
|
 |
|
| |
Kurz nach 11 Uhr hatte ein Bewohner des Hauses in der Großen Straße Brandgeruch wahrgenommen und aus einer der Nachbarwohnungen Rauch unter der Eingangstür hervorquellen sehen. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter des im Erdgeschoss befindlichen Geschäftes verschaffte er sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung, konnte jedoch nicht weiter vordringen. Flammen und Rauch machten ein weiteres Betreten der Räumlichkeiten unmöglich. Über Notruf verständigte er die Rettungsleitstelle im Verdener Kreishaus, die daraufhin sofort Großalarm für die Feuerwehren im Flecken Ottersberg auslöste. Insgesamt kamen rund 50 Einsatzkräfte aus den Wehren Ottersberg, Otterstedt und Posthausen zum Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Oyten unterstützte die Löscharbeiten mit ihrer Drehleiter, die Einsatzleitung lag in den Händen von Gemeindebrandmeister Herbert Freymuth.
|
Unklar war anfangs, ob sich noch Personen in den Wohnungen im oberen Teil des Gebäudes befinden würden. Vermisst wurde eine ältere Frau, die jedoch – wie sich erst später herausstellte - zum Zeitpunkt des Brandausbruchs gar nicht mehr im Haus war. Vorsorglich durchsuchten Atemschutztrupps der Feuerwehr alle Wohnungen und bewahrten dabei eine Katze vor dem sicheren Erstickungstod. Menschen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden.
Erschwert wurden die Löscharbeiten der Feuerwehr durch den Einsturz einer Treppe im Dachgeschoss. Die Große Straße musste für die Dauer der Löscharbeiten voll gesperrt werden. Mitarbeiter des Bauhofes richteten eine Umleitungsstrecke ein, zu Verkehrsbehinderungen kam es nicht.
Die Rauchentwicklung und die Löscharbeiten dürften das Gebäude bis auf weiteres unbewohnbar gemacht haben. Die Bewohner wollten bei Freunden oder Verwandten unterkommen. Angehörige einer so genannten Tatortgruppe der Polizeiinspektion Verden/Osterholz sprachen eine Beschlagnahme des Brandortes aus. Zur Brandursache können noch keine Angaben gemacht werden.